Am nächsten Tag ging es weiter über Füssen und die Fernpassstrasse in Österreich nach Meran im Südtirol.
Die Fernpassstrasse hat es in sich. Die armen Anwohner! Wir waren zum Glück am Ferienende von Bayern und Baden-Würthemberg in den Süden unterwegs. Aus diesem Grund konnten wir uns gut vom Gegenverkehr ein Bild machen, was auf dieser zwei-spurigen Strasse zu Stoßzeiten los ist. Der Verkehr schlängelt sich wie eine Ameisenstrasse die Berge rauf und runter und rauf und runter. Stoßstange an Stoßstange. Mal eben zum Bäcker? Fehlanzeige! Das die Anwohner vollkommen entnervt sind, kann ich allerbestens verstehen und war mir bis dato auch unbekannt. Leider gibt es, aus verständlichen Gründen, wenige Strassen durch die Berge.
Auch die vielen Kurven und Spitzkehren wollen wohl durchdacht durchfahren werden, v.a. mit dem Wohnmobil. Wer einen sensiblen Magen hat, der sollte ggf. eine andere Strecke wählen.
Gleich nach der Grenze gibt es etwas für Schwindelfreie. Die highline 179. Eine hohe Fußgänger-Seilbrücke. Vielleicht das nächste Mal?
Nach all den Kurven kommt man schließlich zum Fernpass. Die Berge öffnen sich zu Tälern und das Fahren wird deutlich angenehmer und viel Verkehr biegt nach Insbruck ab.

Nach einer weiteren gefühlten Ewigkeit ist man am Reschensee.

Den erkennt man sicherlich wieder, durch sein ungewolltes Wahrzeichen: Der Kirchtum von Altgraun.

Der See wurde zu einem Wasserreservoir für die Energiegewinnung aufgestaut und das Dorf Altgraun versank.