Wenn man so ist wie ich, wird man sofort wachsam, wenn sich Krankheitsbilder im Umfeld häufen. Es begann schon im Jahr 2022 als sich immer mehr Menschen mir gegenüber äußerten, die von heute auf morgen psychische Probleme hatten und erstmal krank geschrieben wurden. Es folgte die nächste Krankschreibung und die Nächste.
Auf Grund der Pandemie, war es damals schon schwierig einen Therapieplatz zu bekommen und so landeten diese Menschen erstmal bei mir, um die Zeit zu überbrücken. 2024 kamen die ersten Frauen aus meinem Bekanntenkreis hinzu sowie auch junge Erwachsene, die Schwierigkeiten hatten, mit den Anforderungen des Lebens mitzuhalten.
Schließlich wurden es immer mehr. Aus diesem Grund, hier eine Informationsquelle, um festzustellen, ob man vielleicht bereits auf dem Weg dorthin ist oder sich noch entspannt zurücklehnen kann.
Sollte man bereits auf dem Weg in eine Depression sein, kann man mit ggf. 6-9 Monaten Wartezeit auf einen Therapieplatz auf Krankenkassenkarte rechnen. Sicherlich ist der Ort auch nochmal entscheidend, wo man sich befindet.
Leider ist es kein Geheimnis, dass die Kassenzulassungen für Psychiarter und Psychotherapeuten seit Jahren reduziert werden und wurden. Eine Psychotherapie verursacht für die Krankenkasse hohe Kosten.
Aus ersten Hand ist mir ebenfalls bekannt, dass man rigoros die Praxen abtelefonieren muss und zwar immer und immer wieder. Dies sollte man dringend im Detail dokumentieren. Als Vorlage bei der eigenen Krankenkasse (oder später dem Rententräger), wenn es darum geht, die eigene Therapie in einer Privatpraxis auf Kassenkosten zu erhalten, vorausgesetzt man hat doch einen Platz angeboten bekommen.
Was hat sich seit all dem verändert? Pandemie & ihre Folgen- 5 G in der Fläche – Ukraine-Krieg. Nur Zufall oder eine Überlastung des eigenen Systems – der Widerstandskraft – auch Resilienz (Fähigkeit, sich gegen Belastungen oder Krankheiten zu wehren) genannt?
Liebe Nicole.
Danke für deinen Beitrag „Nur Zufall?“
Wie auch immer sich eine emotionale Erkrankung entwickelt/verstärkt, Hilfe ist geboten.
Wer mit der Suche nach einer Therapeutin/einem Therapeuten die wichtige, und oft lange, Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen möchte, kann überlegen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.
Diese treffen sich, kostenfrei und ohne Mitgliedschaft, in fast allen größeren Städten in unserem Land. Informationen dazu gibt es, auch kostenfrei und anonym, bei den örtlichen Selbsthilfekontaktstellen.
Gruppen fangen auf, beraten auf Ebene von Gleichbetroffenheit und bieten, für kurz, oder lang, einen Ankerpunkt.
Alles Liebe, Christine
@Christine: Vielen Dank für die weiteren Möglichkeiten. Mir hat ein Kunde vor einiger Zeit mal gesagt, es wäre unfassbar wieviele Hilfsangebote es gibt. Aber keiner scheint davon zu wissen. Vielleicht ändert sich dies nun?