Vergiss das Sein nicht

„Vergiss das Sein nicht“,
gab ihr der Engel noch mit auf den Weg,
und schon rauschte sie hinunter,
froh und munter. 

Und rastete ein, wie ein Rädchen im Getriebe,
gefühlt weitab von der Himmelsliebe.

„Auf der Erde gibt es so viel zu tun,
niemand will ruhn!“
,
sagten sie ihr einst da oben, 
oh, das war wahrlich nicht gelogen.

Wo hat sie das Sein nur hingetan?
Oder etwa verloren in dem ganzen Wahn?

Sie fühlt, dass etwas fehlt. 

Erinnerungen blitzen auf, 
nun beginnt ein anderer Verlauf.

Hinsetzen und atmen, 
und da sieht sie den Vogel auf dem Ast,
er ruft ihr zu:

„Schau her, auch ich mache Rast.
So langsam nervt sie, eure ständige Hast.
Macht und habt weniger, 

sortiert Überflüssiges aus,
nicht nur um euch herum, 

auch in eurem Haus.
Werdet leichter, 

um wahrlich Sprünge zu machen,
so hoch, um dann mit uns
und der Schöpfung zu lachen!
Vieles, von dem ihr meint, 

es sei unabdingbar, 
braucht ihr nicht,
es verdunkelt nur euer wunderbares Licht.

Atmet und kommt ganz bei euch selbst an,
dann werdet ihr spüren, 
was diese Welt alles kann.
Webt das Sein mit hinein 

in euer Erdenkleid,
und ihr seid für die neue Zeit bereit.“


Aus dem Buch „Nirima – Das Licht überall“ von Melanie Ackermann

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