Nächster Stopp: Arezzo.
Die Fahrt durch die ach so romatischen Hügel der Toskana, entpuppten sich als Spitzkehre nach Spitzkehre nach Spitzkehre. Eine Tatsache, die ich auch schon vor drei Jahren zur Kenntnis nehmen durfte. Italien ist gefühlt nur Berge und zwar auch in der Mitte, unteren Mitte und Süden. Wer es mit der Reisekrankheit zu tun hat, der sollte sich anders fortbewegen.
Auf der anderen Seite: Nur zwei Mobilfunkbalken fast überall. Die Besiedlung ist gering und alles war sehr grün.
Wer Wandmalereien in Kirchen liebt oder sich beeindruckend bilden möchte, der sollte diese hier auf seine „Zusehen-Liste“ setzen. In der Kirche San Francesco gibt es unglaublich gut erhaltene Wandfresken. Sowie diverse andere Fresken und Bilder. Prädikat: Sehenswert. Feinstofflich in der Nachsaison: Leicht.
San Francesco, die bedeutendste Kirche der Stadt Arezzo, ist ein typisches Beispiel für eine schlichte Bettelordens-Kirche. Wesentlicher als die Architektur ist der Freskenzyklus Legende vom Wahren Kreuz von Piero della Francesca aus dem 15. Jahrhundert, der den Ruhm dieser Kirche begründet. 1955 erhielt sie den Rang einer Basilica minor.
Diese kleine Basilika gehört zum Strandard-Programm der Gruppenreisen. Wer in der Hochsaison reist, sollte sich vorher einen Zeitrahmen reservieren. Die Kirche kostet Eintritt.
Sprachlos: Überall, wirklich überall hingen Schilder, keine Fotos zu erstellen. Wir stehen zwischen den Fresken hinter dem Altar und betrachten diese, als eine Frau erscheint. Diese holt ohne mit der Wimper zuzucken ihre Kamera heraus und beginnt jedes der Fresken in epischer, wirklich epischer, Breite abzulichten. Wer ihr im Weg steht, wird einfach aus dem Weg gerempelt.
Urheberrecht – gleichgültig. Fresken in 4-6 Meter Höhe – gleichgültig. Betrachter – gleichgültig.
Zu einem Zeitpunkt stand sie fotografierend direkt neben dem Schild – keine Fotos. Ich war arg versucht, sie abzulichten.