und hier noch ein weiterer Aspekt…
Gläubige überwinden Süchte und Angststörungen leichter
Wie gehen Menschen mit Missgeschicken um? Wie hoffnungsvoll oder optimistisch fühlen sie sich? Wie steht es um ihr Selbstwertgefühl? Gläubige schnitten in all diesen Fragen in der großen Mehrzahl der Studien besser ab. Auch bei schweren psychischen Krankheiten hilft es, auf höhere Mächte zu vertrauen, wenn man der Auswertung folgt. Der Glaube kann demnach Depressionen lindern – von 444 Studien, die Koenig zu dieser Frage fand, belegten das fast 70 Prozent – und gegen Angststörungen helfen.
Vor allem aber überwinden gläubige Menschen Suchterkrankungen aller Art besser. Mit Gott kommen Menschen leichter vom Alkohol los. Koenig fand auch Vorteile für den Körper. Gläubige haben einen niedrigeren Blutdruck, ein besseres Immunsystem, gesündere Herzen – und sie leben länger. Das hätten schon ganze 82 Studien belegt.
Es klingt nachvollziehbar, dass der Glaube den Stress lindert, dass die Religion mit ihren Regeln für ein geordnetes Leben sorgt, ohne durchfeierte Nächte, Alkoholexzesse und, wie Koenig schreibt: „risky sex“, riskante Sexualpraktiken. All das ist schließlich verboten oder nicht gern gesehen. Die Frage bleibt offen, wie die Gläubigen mit Alkoholsucht, die dank ihres Glaubens schneller von der Droge loskommen, ihr verfallen konnten.