Wie bereits erwähnt, ist es sicherlich von Vorteil, wenn man seine Berufung lebt. Aber schon diejenigen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, stellen ggf. sehr schnell fest, dass es ganz anders aussehen kann und von Freude keine Rede mehr sein kann. Das Hobby fand reißenden Absatz, weil sehr kostengünstig oder als Ehrenamt angeboten, nun aber zum absoluten Existenzvernichter werden kann, wenn man sich den Marktbegleitern stellen muss und davon leben möchte.
„Arbeit ist nicht entweder Last oder Glücksquell. Arbeit ist immer beides. Genau darin liegt ihr Potenzial für eine erfüllende Biografie. Es ist gewiss zulässig, in stupider Maloche unter den argwöhnischen Blicken eines bellenden Leuteschinders nicht seine Lebenserfüllung zu sehen. Genauso zulässig ist es aber auch, daran zu erinnern, wie sinnstiftend auch harte Arbeit sein kann, wenn sie den eigenen Interessen und Fähigkeiten nicht vollends zuwiderläuft oder nicht aus hirnerweichendem Blödsinn besteht.“ (Quelle HAZ 9./10. Mai 26)
Wie sieht es aus, wenn die Berufung z.B. in der Telefonseelsorge liegt? Das ist ehrenamtlich und schon dreht man sich im Kreis. Es gibt so unendlich viele Varianten, dass es sicherlich keine Ein-für-alle-Empfehlung gibt.
Und mal ehrlich. Wer sich bei einem bellenden Leuteschinder verdingen muss, hat sicherlich alle anderen Optionen ausgeschöpft oder war einfach super bequem? Vielleicht scheitert der- oder diejenige an einem Zu-wenig an Selbstwertgefühl? Zu wenig Schulbildung? Zu wenig höflicher Umgang mit Kollegen? Schlicht weg Kinderstube, etc.. Und soll das in dem Unternehmen lernen?
Ich kenne Menschen, die glauben als Chef geboren zu sein, sind aber absolut unfähig eine kleine logische Entscheidung für sich selbst, geschweige denn Personal oder das Unternehmen zu treffen. Man denke an das Peter-Prinzip.
Ich kenne Menschen, die sehen die Kollegen und der Vorgesetzte lieber von hinten als von vorn. Dabei fühlen diese sich immer als Opfer. Weitgefehlt. Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Es gibt Menschen, die hassen ihre eigene Lebenssituation und weil sie sich schlecht fühlen, sollen das auch alle Anderen. Und was sagt das über einen selbst aus, wenn selbst die Arbeitsagentur, die chronisch unterbesetzt ist, auf die Mitarbeit dankend verzichtet?
Ich kenne Menschen, die immer meinen zukurz zukommen und das schon seit ihrer Kindheit. Ihr Neid ist so riesig, dass sie jedes Arbeitsklima vergiften. Ellenbogen raus, Klatsch und Lügen verbreiten und sich am Chaos erfreuen. Taktieren, was das Zeug hält.
Und diese Weisheit aus dem Baugewerbe kennt ihr sicherlich auch: Mit dem Fünften, kommt der erste Faule oder der Fisch stinkt immer vom Kopf.
Also hat das wirklich etwas mit Generation Maloche oder Generation WLB zu tun? Ich möchte Herrn Grimm da gern widersprechen.