Generation Maloche Teil 1

Ist Deutschland zu faul?

Um die Zukunft der Arbeit schwelt eine emotionale Debatte. Die Generation Maloche wirft der Generation Work-Life-Balance Egoismus und Müßiggang vor. Umgekehrt kann buckeln bis zum Umfallen auch nicht der Weg sein. Viel wichtiger sind Sinn, Freiheit und Erfüllung im Job. Aber hier hakt es in Deutschland. Quelle HAZ vom 09./10. Mai 2026

Generation Maloche

Schon mal Gedanken darüber gemacht? Sicherlich ein gutes Trivia-Thema für eine interessante Unterhaltung mit anderen.

Sinn wäre sicherlich fein. Früher hat man Beruf dazu gesagt, das kommt von Berufung, wenn man sich denn jemals Gedanken über seine Neigungen gemacht hätte. Viele der Generation Maloche haben das Erstbeste nehmen müssen, weil auf einen Ausbildungsplatz 40-60 Bewerber kamen und von irgendwas musste man schließlich leben. Mami und Papi waren im Aufbau und keine Goldesel wie heute. Studieren war für viele unerreichbar. Das vergisst der Artikel leider zu erwähen. Eine echte Wahl hatten nur wenige.

Wortherkunft und Geschichte

Beruf geht auf „berufen“ (mhdt. beruofen) zurück, einer Präfixbildung des Verbs „rufen“.

Die Ständelehre des Mittelalters kannte die „vocatio interna“ und die „vocatio externa“. Im Mittelalter betrachteten insbesondere Theologen den Beruf unter zwei Teilaspekten, dem „inneren Beruf“ (lateinisch vocatio spiritualis oder vocatio interna) und dem „äußeren Beruf“ (lateinisch vocatio externa).[2] Martin Luther übersetzte das lateinische vocatio als die Berufung durch Gott. „Jeder bleibe in dem Beruf, in dem ihn Gottes Ruf traf“ oder „Jeder bleibe in der Berufung, in der er berufen wurde“ (1 Kor 7,20 EU). Er verwendete das Wort Beruf auch für den Stand, das Amt und die Arbeit des Menschen in der Welt. Luther hatte beide Aspekte zusammengefasst, weil für ihn Christen bei jeder Tätigkeit einer inneren und äußeren Berufung folgten. Diese innere Berufung mache jede Tätigkeit, auch die in der Familie, zum Beruf.[3]

Nach der Definition ist der Beruf eine innere und äußere erfüllende Tätigkeit. Schön, wenn man den Sinn z.B. an einer pflegenden Tätigkeit sieht. Die aber so schlecht bezahlt wird, dass es im Alter hinten und vorne zu knapp ist. Heute stellen sich viele vor, dass es sinnvoll sein sollte und das Geld nur so sprudelt bei 2-3 Stunden am Tag. Mmmhhh, kennt ihr da jemanden? Das würde mich wirklich interessieren. So normale Menschen, keine Musikgrößen, schließlich können wenige wirklich gut singen.

Alle normalen Menschen, die ich kenne, die €250.000 im Jahr stemmen, sind mit 60-70 Arbeitsstunden in der Woche locker dabei. Ich bin gespannt.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Wissenswertes abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.