Meine ehemalige Nachbarin war kinderlos. Das Erbe sollte an ein Hospiz gehen.
Sie hatte mich gebeten, die Patientenverfügung zu unterschreiben und als Kontakt zur Verfügung zu stehen.
Sie ist nach einer geplanten OP doch verstorben. So nahm ich mich den Hinterlassenschaften an.
Es gab kein aktuelles Testament, keine Generalvollmacht, keine Vorsorgevollmacht – nichts.
Aus diesem Grund hat ich keine andere Wahl, als den Schlüssel ihrer Wohung bei der Stadt abzugeben.
Die Wohnung wurde mit vollen Kühlschrank und Müll sowie 20 Orchiden versiegelt.
Es hat die Verwaltung des Hospiz 8! Monate gekostet, das Erbe anzutreten.
In der Zwischenezeit sind alle Kosten (Miete etc.) weitergelaufen.
Wie es nach der Zeit in der Wohnung ausgesehen und gerochen hat, kann man sich vorstellen.
Viel Erfolg der Umsetzung. Jemand berichtet mir kürzlich, dass es ganz leicht war, alles zu erstellen (Afilio).